13.12.2013, von Sandra Timm

Neues Fahrzeug für das THW Nordhausen

Der Ortsverband Nordhausen des Technischen Hilfswerks darf sich seit dem vergangenen Samstag über ein weiteres Fahrzeug freuen. Der nagelneue Mehrzweckkraftwagen (MzKW) steht künftig der Bergungsgruppe 2 für Einsätze zur Verfügung.

Zur Schlüsselübergabe vor Ort (v. l. n. r.): Andrea Nicolai, Marco Fritschka, Volker Strotmann, Robert Klingebiel, Jürgen Jakob

Die Übergabe des Fahrzeugs an den Ortsbeauftragten Robert Klingebiel, die stellvertretende Ortsbeauftragte Andrea Nicolai und Truppführer Marco Fritschka erfolgte am 07.12.2013 in Wittlich (Rheinland-Pfalz) beim MAN Truck Modification Center. Zur Aushändigung der Schlüssel waren Volker Strotmann, der Abteilungsleiter Einsatz in der THW-Leitung sowie Jürgen Jakob, Sachbearbeiter Einsatz/Ausstattung aus der Geschäftsstelle Erfurt vor Ort.

Damit auch unter schwersten Bedingungen technische Hilfe geleistet werden kann, muss das Fahrzeug der Bergungsgruppe 2 besondere Anforderungen erfüllen. Diese Einheit verfügt neben einer universellen Grundausstattung über zusätzliche schwerere Komponenten. Mit ihrem Material kann die Bergungsgruppe 2 somit auch da retten und bergen, wo höhere Leistung oder alternative Antriebsformen erforderlich sind.

Der neue MzKW (Typ: MAN TGM 18.290) mit einer Leistung von 290 PS ist besonders für die Arbeit in unwegsamstem Gelände konstruiert. Dank Allradantrieb, großen Reifen mit grobem Profil, hoher Bodenfreiheit, speziellem Automatikgetriebe und vielen weiteren technischen Möglichkeiten ist er besonders geländegängig.

Durch seine hohe Wattiefe (Wasserdurchfahrtshöhe) ist er auch dazu geeignet, Menschen, Tiere und Sachwerte aus Wassergefahren zu retten oder zu bergen und Arbeiten bei Uferbefestigungen, Damm- und Deichsicherung zu leisten. Diese Fähigkeit hat sich insbesondere bei Einsatzlagen wie dem diesjährigen Hochwasser bewährt.  

Die Kabine hat neben dem Fahrer Platz für 6 weitere Helfer. Seinen Namen verdankt der MzKW der je nach Bedarf variablen Nutzbarkeit. Zum einen kann die große Ladefläche zum Transport der Gerätschaften verwendet werden, zum anderen kann sie auch innerhalb kürzester Zeit leergeräumt und zum anderweitigen Transport genutzt werden. Die Ladebordwand ist dabei gleichzeitig eine sofort einsatzbereite, stabile höhenverstellbare Plattform für Rettungs- und Bergungsarbeiten.

Der Vorgänger des neuen MzKW, ein Mercedes Unimog, dient der Bergungsgruppe 2 weiterhin als unterstützendes Fahrzeug und verbleibt daher vorerst im Ortsverband.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere.


  • Zur Schlüsselübergabe vor Ort (v. l. n. r.): Andrea Nicolai, Marco Fritschka, Volker Strotmann, Robert Klingebiel, Jürgen Jakob

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