Ausbildungswochenende an der Bleilochtalsperre
Bleilochtalsperre, Sonntag, den 23.08.2009: Am Freitag Nachmittag brachen 8 Helfer des OV Nordhausens mit dem GKW 1 und dem MTW-OV auf zur Bleilochtalsperre. Ziel war es an diesem Wochenende zusammen mit dem Ortsverband Apolda und einigen freiwilligen Feuerwehren aus Erfurt eine gemeinsame Ausbildung mit dem Thema Wassergefahren zu absolvieren. Aber auch der kammeradschaftliche Zusammenhalt der einzelnen beteiligten Organisationen sollte gefestigt werden.
Der OV Apolda war bereits am Donnerstag mit einigen Helfern angereist und hatte mit den Vorbereitungen begonnen. So wurde ein Verpflegungszelt errichtet und eine Feldküche aufgebaut, die für die Versorgung der ca. 50 anwesenden Helfer verantwortlich war. Das THW Nordhausen traf gegen 19.00 Uhr am Freitag auf dem Camping-Platz an der Bleilochtalsperre ein. Gleich nach Ankunft wurde nicht lange gezögert und aus dem mitgebrachten EGS (Einsatzgerüstsystem) ein Bootsanleger gebaut. Da es durch die fortgeschrittene Zeit schon drohte dunkel zu werden, wurden die Zelte für die Nordhäsuer Helfer durch den OV Apolda aufgebaut, während die Arbeiten am Steg parallel liefen. Nach etwa einer halben Stunde war der Steg fertig gebaut und es gab ein leckeres Abendessen. Anschließend wurde ein Lagerfeuer entzündet und der gemütliche Teil eingeleitet.
Am nächsten Morgen pünktlich um 08.00 Uhr waren alle Helfer fertig zur Lagebesprechung angetreten. Hier wurden Teams gebildet und die verschiedenen Stationen der Ausbildung erklärt. So wurde an der Station 1 geübt ohne Spiegel und nur mit einem Einweiser rückwärts zu fahren und einzuparken. Außerdem durfte hier jeder Helfer unter fachkundiger Anleitung eines ausgebildeten Ladekranführers den Ladekran des LKW der FGr. Wassergefahren des OV Apolda bedienen und einen Container ab- und anschließend wieder aufladen. Nach Abschluss der Ausbildung an dieser Staion wurden die Helfer mit dem Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) abgeholt, welches die Station 2 darstellte. Das MzAB wird von zwei 70 PS starken Motoren angetrieben und dient dazu Menschen und Material in Schadensfällen zu transportieren und an jeder Stelle absetzen zu können. Aufgrund des sehr geringen Tiefganges des Bootes kann nahezu überall angelegt werden. Während der Fahrt hatte jeder die Möglichkeit das Boot in Wendigkeit und Schnelligkeit zu testen und selbst hinter dem Ruder zu sitzen. Die Helfer wurden an anderer Stelle abgesetzt um weitere 3 Stationen zu durchlaufen. Vorher allerdings galt es zuerst Mittag zu essen und eine kurze Pause einzulegen.
Bei der Staion 3 ging es wieder auf die Talsperre hinaus. Hier durfte mit einem Schlauchboot der Feuerwehren gefahren werden, welches statt Schrauben durch einen Wasserstrahl angetrieben wird. Dies ist günstiger um Personen retten zu können, da keine Gefahr der Verlertzungen durch die rotierenden Schrauben besteht. Gleichzeitig wurde das Manöver "Mann über Bord" geübt und ein Helfer musste gerettet werden. Bei der Station 4 wurde die Eisrettung geübt. Hierzu wurden Wärmeanzüge ausgegeben, welche den Helfer bei sehr kaltem Wasser schützen sollen. Dann ging es damit ins Wasser um die Bewegungsabläufe während einer Eisrettung kennen zu lernen. Zum Abschluss mussten an der Station 5 Sandsäcke gefüllt und verpackt werden um einen Sandsackwall zu bauen und das Wasser von wichtigen Elementen des menschlichen Lebens fern zu halten.
Der Abend wurde wieder mit einem gemeinschaftlichen Lagerfeuer beschlossen und am nächsten Morgen begann das gemeinsame Aufräumen. Gegen Mittag war alles verlastet und die Heimreise konnte angetreten werden. Kurz vor 18.00 war die vollständige Einsatzbereitschaft im OV Nordhausen wieder hergestellt und die Helfer traten ihren Heimweg an.
Alles in allem war es ein sehr schönes Ausbildungswochenende, an dem viel gelernt und neue Kontakte geknüpft wurden. Auch der Spaßfaktor lag trotz der wichtigen Themen sehr hoch und das Badevergnügen nach der Ausbildung hat sicher auch seinen Teil dazu beigetragen.



